Vater-Sohn-Duell zwischen Halberstadt und Freiburg im DFB-Pokal

Eine Woche vor dem Bundesligastart tritt der SC Freiburg in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten VfB Germania Halberstadt an. Ein besonderes Spiel wird die Begegnung für SC-Stürmer Nils Petersen, Trainer der Halberstädter ist sein Vater Andreas Petersen.

Nils Petersen (28) spielte in der Jugend von 2001 bis 2004 in Halberstadt und wechselte im Anschluss zum FC Carl Zeiss Jena, mit dem er 2008 ins DFB-Pokal-Halbfinale einziehen konnte. Von Jena ging es für Petersen zum FC Energie Cottbus, bevor er 2011 zum FC Bayern München wechselte. Über die Zwischenstation beim SV Werder Bremen landete der Stürmer beim SC Freiburg. Insgesamt kommt Nils Petersen bisher auf 124 Bundesliga-Spiele und 39 Treffer. Seit dem 34. Spieltag der Saison 2016/17 ist er mit 19 Toren als Einwechselspieler bester „Joker“ der Bundesliga-Geschichte.

„Halberstadt wurde ja bereits sehr zeitig gezogen und es schien doch absolut unwahrscheinlich, dass wir dazugelost werden. Es ist für uns beide ein großer Traum wahr geworden und ich muss gestehen, dass ich die weiteren Paarungen gar nicht mehr wahrgenommen habe.“ so Nils Petersen über sein persönliches Traumlos im DFB-Pokal gegenüber FuPa Sachsen-Anhalt. Der Junior lässt aber auch keinen Zweifel aufkommen, welches Team am Samstag als Sieger vom Platz gehen wird: „Ich gehe davon aus, dass wir sicher weiterkommen werden. Halberstadt kann gut und gerne einen Treffer erzielen, wenn wir die nächste Runde erreichen. Dann droht auch zuhause kein Ungemach.“

Vater Petersen wird sich am Samstag indes zurückhalten müssen, da er die letzten zwei Wochen im Krankenhaus verbrachte – ihm wurde ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Er wird gegen den Bundesligisten zwar auf der Bank Platz nehmen, die Anweisungen am Spielfeldrand gibt aber sein Co-Trainer Enrico Gerlach.

Dennoch freut er sich auf die Begegnung mit seinem Sohn: „Nils hat hier gespielt, ist hier groß geworden. Ihn kennt hier jedes Kind und jede Oma, weil er ein Sympathieträger ist und schon einiges vorzuweisen hat in seiner tollen Karriere. Ich hoffe, dass Nils von Beginn an spielt. Und ich würde mir wünschen, dass es uns gelingt, ihn auszuschalten.“

Ein kleiner Vorteil für den „Underdog“: Die Saison in der Regionalliga Nordost läuft bereits und Aufsteiger Germania Halberstadt konnte aus den ersten drei Partien vier Punkte holen. „Wir wissen, dass Halberstadt laufen und alles abrufen wird, was sie leisten können. Das steht außer Frage. Wir wollen unter allen Umständen einen Sieg erreichen, denn wir brauchen auch positive Erlebnisse im Hinblick auf den Saisonstart“, so Freiburgs Trainer Christian Streich auf der Pressekonferenz vor der Begegnung.

Alle Infos zum DFB-Pokalsspiel zwischen dem VfB Germania Halberstadt und dem SC Freiburg gibt’s ab 15.30 Uhr hier im >>> LIVETICKER<<<.

Fotos: Bernd Peter

 

 

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