Claus-Dieter Wollitz: „Wir wollen zeigen, dass wir mehr als ein ambitionierter Viertligist sind“

In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals tritt der VfB Stuttgart beim FC Energie Cottbus an. Das Spiel im Stadion der Freundschaft beginnt am Sonntag um 18:30 Uhr (Liveticker).

Bis zum Freitag haben die Lausitzer knapp 16.000 Tickets für das Spiel verkauft und hoffen darauf, dass das Stadion der Freundschaft endlich mal wieder ausverkauft sein wird. Zuletzt trafen beide Teams im DFB-Pokal 1997 aufeinander – damals im Finale in Berlin, wo sich der VfB Stuttgart mit 2:0 durchsetzten konnte.

Fast sieben Wochen Vorbereitung, zwei Trainingslager und sieben Vorbereitungsspiele liegen hinter dem VfB Stuttgart. An diesem Sonntag bestreitet der VfB sein erstes Pflichtspiel der Saison 2017/2018. „Ich freue mich, dass es endlich losgeht“, so Trainer Hannes Wolf und fügte an: „Wir haben die Substanz auf einem hohen Niveau zu spielen. Wir werden versuchen in Cottbus unser Spiel durchzubringen.“

Eine einfache Aufgabe wird dies allerdings nicht, auch wenn der Gegner im Ligabetrieb drei Spielklassen tiefer antritt. Die Cottbusser haben bereits drei Pflichtspiele absolviert und alle drei deutlich gewonnen. So führt die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz die Regionalliga Nordost nach drei Spieltagen mit neun Zählern an und einem Torverhältnis von 11:1 an. „Ich gehe nicht davon aus, dass sie gegen uns einen destruktiven Ansatz wählen werden. Sie werden mit viel Tempo vorne rein spielen und haben die Möglichkeit, uns alles abzuverlangen“, so der VfB Coach.

Besonderes Augenmerk werden die Stuttgarter auf den Cottbusser Stürmer Streli Mamba legen, der in der laufenden Regionalligasaison schon vier Tore in drei Spielen erzielt hat. Für Mamba wird es zudem ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Club, denn er hat von 2010 bis 2011 für die U17 des VfB gespielt.

Claus-Dieter Wollitz versucht vor der Partie gegen den Bundesligisten die Erwartungen zu dämpfen und kann – im Gegensatz zum VfB Stuttgart – personell fast aus dem Vollen schöpfen.

„Bis jetzt sind alle Spieler einsatzfähig bis auf Knechtel und Baude. Kevin Weidlich hat das komplette Pogramm in dieser Woche absolviert, so dass wir dann die große Auswahl am Sonntag haben, mit vier Stürmern beginnen und den schwachen Gegner besiegen werden. Spaß beiseite. Es wurde viel diskutiert, wie man gegen Stuttgart zu spielen hat. Bisher wusste ich nicht, dass der Gegner dafür verantwortlich ist wie Energie Cottbus spielt. Wir müssen eine Mischung finden. Wir wollen das Spiel lange offen halten. Nicht nur kompakt sein, sondern auch nach vorne spielen“, so Wollitz.

Gegen den Bundesligisten setzt Wollitz zudem als die Fans als 12. Mann und dämpft die Erwartungen: „Wenn Du am Sonntag erwartest zu gewinnen, dann machst Du was falsch, dann stimmen die Verhältnisse nicht mehr. Davor warne ich. Ich hoffe, dass wir daran schnuppern und wir werden zeigen, dass wir ein mehr als ambitionierter Viertligist sind. Da bin ich sicher. Schon beim Warmmachen werden unsere Spieler Gänsehaut bekommen, denn eine gefüllte Nordwand ist schon ein tolles Gefühl. Gerne darf der eine oder andere das Spiel seines Lebens machen.“

Alle Infos zum Spiel zwischen dem FC Energie Cottbus und dem VfB Stuttgart gibt’s ab 18.30 Uhr hier im >>>LIVETICKER<<<.

Foto: Mehmet Dedeoglu

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