Berliner AK mit Last-Minute-Erfolg gegen Luckenwalde

Mit drei personellen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche schickte BAK-Trainer Markus Zschiesche sein Team aufs Feld. Danko, Mvondo und Kahraman mussten Tokgöz, Özcan und dem wiedergenesenen Belegu weichen.

Hochmotiviert musste der BAK jedoch schnell erkennen, dass die Gäste aus Luckenwalde am heutigen Tag gut aufgelegt waren. Bereits nach zwei Minuten bewahrte der Pfosten die Athleten vor einem frühen Rückstand. Diese Chance sollte nicht die einzige in der Anfangsphase bleiben. Bereits in der fünften Minute hatte Yutaka Abe eine weitere Tormöglichkeit – der Kopfball des Japaners ging jedoch knapp vorbei. Nur drei Minuten nach der Aktion wieder Luckenwalde: Jakubov konnte jedoch parieren, die anschließende Ecke brachte nix ein. Den ersten BAK-Vorstoß gab es in der 15. Spielminute zu sehen, als ein Freistoß von Pekdemir in der Mauer landete. Wirklich gefährlich wurden die Hausherren in dieser Phase jedoch kaum, im Gegenteil zu den Luckenwaldern, die weiter munter nach vorne spielten. So war es erneut ein Japaner, diesmal Tanio, der Jakubov in der 20. Minute aus spitzem Winkel zu einer Parade zwang. Die erste gute Torgelegenheit erspielten sich die Athleten dann in der 22. Minute. Nach einer scharfen, flachen Hereingabe spitzelte Küc den Ball aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Drei Minuten war es wieder Küc, der es aus der Distanz versuchte. Der Schuss landete allerdings in den Fängen von FSV-Schlussmann Petereit. Die in gelb-blau gekleideten Gäste blieben durch ihre schnellen Gegenstöße jedoch weiterhin gefährlich. In der 36. war es wieder der Japaner Tanio, der alleine auf Jakubov zusteuerte aber im letzten Moment entscheidend gestört wurde. Erst gegen Ende der Halbzeit war der BAK auch offensiv präsenter. Eine direkt aufs Tor gezogene Ecke von Özcan überraschte Petereit – Pfosten. Eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit fand Pekdemirs Hereingabe Felix Brügmann, doch wieder ging der Ball knapp daneben. Mitten hinein in diese Drangphase der Athleten dann der Schock: Luckenwaldes Königstransfer Daniel Becker lief plötzlich alleine auf Jakubov zu und verwandelte schlussendlich eine der vielen Chancen der Gäste zum 1:0 – gleichzeitig der Halbzeitstand in einem chancenreichen ersten Spielabschnitt.

Mit reichlich Wut im Bauch über den späten Gegentreffer kamen die Athleten hochmotiviert und personell unverändert aus den Katakomben. So dauerte es nur knappe fünf Minuten, ehe Felix Brügmann nach Zuspiel von Özcan zum 1:1 traf. Noch am Jubeln, schepperte es im direkten Gegenzug am Querbalken des BAK-Gehäuses. Jakubov wäre geschlagen gewesen, doch das Aluminium rettete zum zweiten Mal an diesem Abend für den BAK. Von dort an wurde das Spiel zunehmend hitziger. In der 56. Minute musste Luckenwaldes Schmidt mit Rot vom Platz. Zwanzig Minuten später sollte ihm BAK’s Belegu (Rot, 75.) folgen. Zwischen den beiden Platzverweisen hatte Seref Özcan in der 68. Minute die große Chance, die Hausherren in Führung zu schießen. Allein vorm Tor brachte er den Ball jedoch nicht im Ziel unter. In der Schlussviertelstunde übernahm der BAK noch einmal das Ruder und erarbeitete sich mehrere Gelegenheiten durch die aktiven Flügelspieler Yildirim und Özcan. Als kaum noch jemand an den Dreier glaubte, fasste sich in der 92. Minute der eingewechselte Sakran, der gegen Füristenwalde noch einen Elfmeter verursacht hatte, ein Herz und nagelte das Spielgerät per Direktabnahme ins Luckenwalder Tor – 2:1 (90.+2). Im Poststadion brachen alle Dämme. Kurz darauf war Feierabend. Angesichts der Lichtverhältnisse hätte auch nicht wesentlich länger gespielt werden können/dürfen. Der BAK feiert somit den ersten Dreier der Saison nach einem chancenreichen und emotionalen Spiel ersten Heimspiel.

Quelle: Berliner AK | Foto: Mehmet Dedeoglu

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.